06.04.17

RUDOLF SCHOCK sings IMRE (EMMERICH) KÁLMÁN (is or will be continued)

Rudolf Schock sings Imre (Emmerich) Kálmán

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Rudolf Schock & Imre Kálmán:

Imre Kálmán & Franz Lehár waren tonangebend für die Wiener 'Silberne' Operette (L i n k: 'Rudolf Schock singt Nico Dostal').

Rudolf Schock sang 40 Jahre lang Operettenmelodien von Franz Lehár und Imre Kálmán auf der Schallplatte, in Filmen, im Rundfunk/Fernsehen und live während Konzertauftritten.

Im Saison 1947/48 schon erscheint eine 78 rpm Schellack-Schallplatte mit beinahe 10 Minuten Highlights aus Kálmáns 'Gräfin Mariza'.
Oda Troll, Lilli Schubert, Otto Falvay und der 32-jährige Rudolf Schock singen.
Paul Hühn dirigiert Chor und Orchester des Berliner 'Metropoltheaters':


(1985) ca 38 Jahre danach: während Rudolf Schocks letzter 'Abend-in-Wien'-Konzerte in den Niederlanden  singt er zusammen mit Christina Deutekom und Marco Bakker gut 15 Minuten Musik aus 'Die Csárdásfürstin' und 'Gräfin Mariza'' von Imre Kálmán.
Der 70-jährige Rudolf Schock geht bis an die äußerste Grenze seiner dann noch übrig gebliebenen vokalen Möglichkeiten. Die Darstellung von Tassillos 'Komm Zigany' fasziniert mich außerordentlich:




Drei Tage vor Schocks plötzlichem Sterben am 12. November 1986 schließt er sein allerletztes Chorkonzert mit einem Operettenteil ab.
Darin singt er von Kálmán 'Tanzen möcht' ich' aus der 'Csárdásfürstin' und 'Komm Zigany' aus 'Gräfin Mariza'.

Zwischen 1948 und 1985 singt Rudolf Schock auf der Schallplatte viele Male Musik von Imre Kálmán in den Jahren:
1953, 1954, 1956, 1958, 1962, 1965, 1966, 1967 und 1971.
In den Kinos und im Fernsehen zirkulieren mit Rudolf Schock von 1958 ab die Operettenverfilmung von 'Gräfin Mariza' und Imre Kálmáns Biopic 'Der Csárdáskönig'.

Im deutschen Rundfunk sind mit Schock bezw. von 1953 & 1958
ab Gesamtausführungen von Kálmáns berühmtesten Operetten 'Die Csárdásfürstin' und 'Gräfin Mariza' zu hören.

Im Fernsehen strahlt das ZDF im Jahre 1968 eine Filmproduktion von Kálmáns 'Die Zirkusprinzessin' mit Ingeborg Hallstein und Rudolf Schock aus.
Auch mit Schock werden imselben Jahr Kálmán und Lehár in der Operettenshow 'Auf ins Metropol' porträtiert.

1978 erinnert man an die Tatsache, dass Kálmán 25 Jahre vorher starb.
Der Titel des großen Operettenprogramms lautet: 'Ganz ohne UNGARN geht die Chose nicht!' und weist darauf hin, dass die Gattung 'Operette' ohne den ungarischen Imre Kálmán undenkbar gewesen wäre.

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Rudolf Schock trat live nie in der Bühnenaufführung einer Kálmán-Operette auf.
Was Operetten betrifft, war er auf der Bühne nur zu sehen in:


  • Lehárs 'Lustige Witwe', 'Graf von Luxemburg', 'Land des Lächelns';
  • J. Strauss Jrs 'Zigeunerbaron', 'Nacht in Venedig'. 'Fledermaus';
  • Bertés 'Dreimäderlhaus' (nach Schubert) in den 70. Jahren;
  • Ziehrers 'Landstreicher' und Millöckers 'Bettelstudent' in den 30. Jahren, Schocks Anfängerjahren.


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Imre (Emmerich) Kálmán 1882 - 1953













Imre Kálmán war wirklich weltberühmt.
Es ist noch nicht so lange her, dass Komponisten wie Johann Strauss Jr., Franz Lehár, Imre Kálmán u.a. in der musikalischen Welt einen hohen Status hatten.
Seit den 60. Jahren des vorigen Jahrhunderts blätterte dieser Status ab.
Er wurde zwischen einerseits der stark aufstrebenden Pop(ulären)-Kultur der Jugendlichen, andrerseits einer sich nach innen wendeten  Elite eingeklemmt.
Für letztere ließen sich Popularität und seriöse Kunst nicht (mehr) vereinen.
Die populär-klassische Operette fiel aus der Zeit, und weltweit trat die 'musical comedy' an ihre Stelle.

Kálmáns qualitativ bedeutendste Operetten waren 1912 'Der Zigeunerprimas', 1915 'Die Csárdásfürstin', 1924 'Gräfin Mariza', 1926 'Die Zirkusprinzessin' und 1930 'Das Veilchen von Montmartre'.

Dominant is seinem Werk ist die ungarische Puszta/Zigeuner-Folklore.
Hierin gingen Johann Strauss Jr., Georg Jarno und Franz Lehár ihm voraus in bezw. 'Der Zigeunerbaron' (1885), 'Die Försterchristl' (1907) und 'Zigeunerliebe' (1910).

Plakat für den ' Zigeunerbaron'
von Johann Strauss Jr. (1885)


































Kálmán aber geht weiter als seine Vorgänger.
Er setzt die ungehemmte Folklore seiner Zigeuner herausfordernd  gegen die eingeschränkte und säuberlich geharkte Ständegesellschaft der 'normalen' Menschheit ab.
In einem kompositorisch perfekten Feuerwerk von Gesang und Tanz bricht bei ihm das freie, ungebundene Leben der weit ausgedehnten, ungarischen Steppe  nach außen. Dort appelliert es an menschliches, unablässiges Verlangen nach einer Freiheit ohne Grenzen.

'Die drei Zigeuner'
Gemälde von Alois Friedrich Schönn
(1859)





























Auch im Zirkus und der Pariser Bohème glaubt Kálmán solche Mechanismen zu sehen, was ihn dazu bringt 'Die Zirkusprinzessin' und 'Das Veilchen von Montmartre' zu komponieren.

Äußerlich benimmt sich Imre Kálmán im 'normalen' Leben weit von "ungehemmt", "herausfordernd" und "ungebunden" entfernt.
Er ist ernsthaft, bescheiden, und scheint manchmal ein wenig traurig zu sein.




















I
m Anlauf zum Zweiten Weltkrieg versuchen die Nazis Imre Kálmán, der Jude ist, für Deutschland so zu positionieren, dass er ungestört weiterkomponieren könnte.
Kálmán aber zieht rechtzeitig nach Paris.
Danach wandert er nach Kalifornien aus, wo er verschiedene, musikalische Aktivitäten mit Erfolg fortsetzt.
Nach dem Krieg kehrt er letzten Endes nach Paris zurück, wo er 1953 stirbt.

Kálmáns bedeutendste Operetten:

Der Zigeunerprimas (1912),
worin ein Zusammenprall der Generationen:

Rácz Páli, Geigenvirtuose in einer Zigeunerkapelle wird alt.
Sein Sohn Láczi, ein mindestens so virtuoser Geiger, droht, ihn zu überflügeln.
Am Schluss der Handlung erkennt Páli, dies sei eben der Lauf der Dinge... 

Der 'Zigeunerprimas' hatte großen Erfolg in den VS. In Europa wurde die Operette in aller Munde hoch geschätzt.
Kálmáns 'Csárdásfürstin' aber war 3 Jahre später so eine Sensation, dass sie den 'Zigeunerprimas' für immer in den Hintergrund drängte.

Der hier kaum bekannte, estländische Bariton GEORG OTS (1920-1975) singt während seines letzten Auftritts (1975) die ungarische Version von Pális 'Mein alter Stradivari' aus 'Der Zigeunerprimas' von Imre Kálmán:














Ein 34-jáhriger JOSEF METTERNICH singt dasselbe Lied auf You Tube. In der ursprünglich deutschen Text von Grünbaum & Wilhelm.
Grossartige Stimme, aber noch zu jung um die weise Wehmut von Georg Ots hören zu lassen  (LINK: Josef Metternich singt 'Mein alter Stradivari' 1949).
Die Aufnahme gibt es auf untenstehender CD, worauf Franz Marszalek die vollständige 'Zigeunerprimas' dirigiert. Ausser Josef Metternich ist auch seine Gattin Liselotte Losch Solistin.
















'Die Csárdásfürstin' (1915),
worin ein Zusammenprall der gesellschaftlichen Stände:
Filmaffiche 1927































Ohne Zusammenpralle gibt es kein Drama, komisch oder traurig
Erst kommt der Konflikt und im Rahmen davon die Inspiration für Buch oder Schauspiel, Film oder Oper/Operette.

Ein Konflikt zwischen Vertretern des Adels und "Theaters/Kabaretts/Varietés" wie in 'Die Csárdásfürstin' wird jetzt als "nicht mehr in die Zeit passend" betrachtet werden. Anders gesagt: diese Operette wird heute als "hoffnungslos veraltet" gesehen werden.

Abgesehen von der Feststellung, Konflikte zwischen Ständen seien gewiss nicht erledigt, geht es jedoch nicht um die Art des Konflikts, sondern um die Tatsache, es gebe einen Konflikt
Konfliktsituationen gibt es viele: zwischen Generationen, Rassen, Religionen. Staaten, Stämme, politische Parteien und Ideologien, aber auch zwischen Verwandten, Nachbarn und einzelne Individuen. Und dank dieser Konflikte gibt es einen konstanten Fluss von hinreissendem Drama:

Die gefeierte, ungarische Sängerin Sylva Varescu und der für sie zu hoch geborene Edwin Ronald von und zu Lippert-Weylersheim hegen eine starke, aber unmögliche Liebe zueinander.
Sylva ist der Star des Orpheum-Kabaretts, das zu Edwins Bestürzung unerwartet langzeitig auf Tournee durch die VS geht.
In einem verzweifelten Versuch, das zu verhindern, lässt er Hals über Kopf vertraglich festlegen, dass er innerhalb 8 Wochen Sylva heiraten will.
Die Zukunftsvision von Edwins Vater ist aber eine ganz andere: sein Sohn wird sich mit der Gräfin Anastasia ("Stasi") vermählen! Und bestimmt nicht mit jenem "Fräulein vom Theater".
Edwin ist auf einmal der beklagenswerte Mittelpunkt eines peinlichen Konflikts...

Komponist Imre Kálmán "übersetzt" das Textbuch von Leo Stein & Bela Jenbach in eine Flut entzückender Melodien: bald zierlich und verhüllt ironisch, bald feurig und unverhüllt erotisch.
Z.B. im 2. Akt malen sich Edwin und Gräfin Stasi im 'Schwalbenduett' mit von Kálmán ironisch gemeinter Feierlichkeit das gemeinschaftliche Bauen eines Nestchens aus. Die Frau Gräfin aber macht streng deutlich, sie bleibe für immer bei Edwin "nur wenn Edwin lieb und brav sei":
















Der Charakter des grossen Duetts von Edwin und Sylva danach ist komplett anders ("Weisst du es noch?").
Nach einem jubelnden Intro über: : unendliche Freude, schwüle Blicke, sanftes Streicheln und das bezaubernde und zugleich angsterregende Singen und Tanzen der Zigeuner" schwelgen sie in der Erinnerung an den "süssen Rausch, der sie im Taumel umfing". Operette, die einer Oper nicht nachsteht:


Vier Aufnahmen der 'Csárdásfürstin' mit Rudolf Schock als Edwin:





1) 1953 (Dezember):
Fragmente aus einer Rundfunk-Gesamtausführung, wovon gedacht wird, sie sei für den Rest gelöscht.
(Auf Membran/Documents Orderno. 231709 sind die Fragmente als Bonus mit der kompletten Kálmán-Operette 'Die Zirkusprinzessin' zusammengefügt worden. Dirigent der 'Zirkusprinzessin' ist Franz Marszalek. Franz Fehringer singt Mr. X und Sári Barabás Fedora. DerTonqualität der beiden CDs ist passabel).

Wilhelm Stephan (1906-1994) leitet Chor & Orchester des Nordwestdeutschen Rundfunks Hamburg (NDR).

Colette Lorand (1923) singt Sylva Varescu
Anneliese Rothenberger (1924-2010) singt Gräfin Anastasia ("Stasi")
Rupert Glawitsch (1907-1981) singt Graf Boni
Josef Meinrad (1913-1996) spielt Feri von Kerekes, künstlerischen Leiter des Orpheum-Kabaretts.

Josef Meinrad


















Josef Meinrad, der gefeierte österreichischer Schauspieler, ist hier ein fremdes Gesicht in der Runde. Das ist für ihn aber gar keiHindernis, im prickelnden  Duett mit Glawitsch "Alle sind wir Sünder/Die Mädis vom Chantant" ohne irgendeine Zurückhaltung drauflos zu singen. 
Für Liebhaber der drei Sissy-Filme muss Josef Meinrad ein guter Bekannter sein: er spielt darin Obert Böckl, den Adjutanten der Kaiserin.

Rupert Glawitsch
(geschilderd door Rüdiger Wintzen)






















Rupert Glawitsch war um die Kriegsjahre herum als Opern- und Operettentenor in Rundfunksendungen äusserst populär. Daneben trat er oft als Liedersänger auf.
Seine Beiträge an diesen Aufnahmen machen ihm (und uns) hörbar helle Freude! 
Herzerwärmend ist auch die Begeisterung, womit der Hamburger Rundfunkchor ihn ergänzt!

Anneliese Rothenberger

















Anneliese Rothenberger ist ideal als Gräfin "Stasi". Sie ist mit einer eleganten, warmen Sopranstimme gesegnet, die perfekt zu ihrer Rolle in dieser Operette.
Das 'Schwalbenduett' mit Rudolf Schock bekommt eine luxuriöse (UND integrale!) Ausführung.
Auf der Rothenberger-CD 'In mir klingt ein Lied' von Sonia (Nr. 77036) klingt diese Aufnahme übrigens viel besser als auf Membran.

Colette Lorand















Colette Lorand & Rudolf Schock singen überlegen.
Nur eine Bemerkung: In Sylvas Einleitung: 'Heia, in den Bergen ist mein Heimatland' singt die schweizerische Sopran einige Verben nicht mit der Endsilbe "en", sondern "an". So wird aus dem Verb "lieben" ein merkwürdiges
"lieban". Ursache ist (alt)schweizerischer Spracheinfluss.  
Rudolf Schock ist 1953 für Kálmáns Musik schon ganz und gar prädestiniert.
Das grossartige und zum Glück auch vollständig ausgeführte Duett 'Weisst du es noch?" ist ein Ohrenschmaus!
Eine klangtechnisch bessere Version gibt es auch hier, und zwar auf der CD 'Rudolf Schock und seine Lieder' von Koch-Records (Nr. 321679).

2) 1954 (Dezember):
Dieser 20-Minuten-Querschnitt in Kombination mit einer ähnlichen Melodienfolge aus Kálmáns 'Gráfin Mariza' ist tatsächlich die erste, echte Operette-Studio-Produktion von Electrola mit Schock (obengenannte, Berliner 'Gräfin Mariza' aus 1947/1948 war eine nahezu unbemerkt gebliebene Kuriosität).
Im heutigen Jahrhundert erschien die Kálmán-Kombination mit Recht wieder auf CD (Warner/EMI 7243 5 75150 2 3). Der Mono-Ton der CD ist ausgezeichnet.

Wilhelm Schüchter (1911-1974) dirigiert Chor & Berliner Symphoniker:















Sári Barabás (1914-2012) singt Sylva Varescu
Herta Staal (1930) singt Gräfin Anastasia ("Stasi")
Rupert Glawitsch singt wieder Graf Boni.














Wilhelm Stephan, Dirigent der ein Jahr älteren 'Csárdásfürstin', Franz Marszalek und Werner Schmidt-Boelcke gelten als bedeutungsvolle, nachkriegerische Operettenspezialisten.

Wilhelm Schüchter ist nicht als solcher bekannt. 
Er war ein "Kapellmeister", der international viele Konzerte und Opern dirigierte und den Ruf hatte "autoritär und streng" zu sein.
Rudolf Schock arbeitete gern mit ihm, und Schüchter wahrscheinlich gern mit Schock.
Das brachte sie zusammen. In den Aufnahmestudios wurde Wilhelm Schüchter zum nahezu exklusiv orchestralem Begleiter eines Tenors mit einem enorm abwechslungsreichen Musikrepertoire.
Auf ELECTROLA dirigierte Schüchter mit Schock ausser Oper auf einmal auch Operettenfragmente UND beliebte Salon- und Volkslieder ('Aus der Jugendzeit', 'Rose-Marie' von Jöde, 'Alle Tage ist kein Sonntag', 'Mütterlein' von Winkler, 'Caro mio ben' u.a.).Nach Schocks Übergang zu EURODISC (1962) hörte die Zusammenarbeit zwischen Schock und Schüchter nicht auf. Noch mehr Opernaufnahmen erschienen. Neben erfolgreichen Liedern wie 'Der Mond ist aufgegangen', 'So nimm denn meine Hände' und 'Dank sei Dir, Herr'.   

Musikkritiker Thomas Voigt schrieb einmal, Kálmáns Gattin Vera (1907-1999)
betrachte die ungarische Sopranistin Sári Barabás als "die beste Kálmán-Sängerin, die es je gab".
Sári Barabás









Nachdem ich die Emi-CD noch einmal gehört habe, kann ich Vera Kálmán nur beipflichten: Sári Barabás bewegt sich wie ein Fisch im Wasser durch die Melodiefragmente der Kálmán-Partitur.
Mit einer Stimme, die kristallklar ist, und einem Temperament, das nicht over-the-top "auf ungarisch" (Thomas Voigt) geht.
Rudolf Schock, m.E. übrigens "der beste Kálmán-Sänger, die es je gab", ist in der Rolle des gehänselten, jungen Edwin aufs neue ganz in seinem Element.

Rupert Glawitsch erfüllt wieder alle Erwartungen, aber Herta Staal ist als Gräfin Anastasia keineswegs mit Anneliese Rothenberger zu vergleichen. Das ist logisch. Herta Staal war keine klassisch geschulte Sängerin. Sie war Filmschauspielerin und hatte eine kleine, aber süsse Kabarettstimme.

Es handelt sich wohlgemerkt in diesem kurzen Querschnitt nicht um das Plotdrama, sondern vor allem um den farbigen Melodienstrauss. Das hat dazu geführt, dass ein halbiertes 'Schwalbenduett' ohne irgendwelche Gewissensbisse von Herta Staal und...Rupert Glawitsch gesungen wird.. 

Trotzdem gibt es in musikdramatischem Sinne einen kostbaren Edelstein!
Er funkelt kaum mehr als anderthalb Minuten (Track 4 auf der WARNER/EMI-CD):
Das Orchesterintro sagt Tragik vorher. Edwin liest sein überhastetes  Eheversprechen vor. Sylva antwortet traurig: "Das ist ja nicht möglich...". Ihre letzte Silbe "lich..." stirbt langsam ab. Der Chor singt dann eindringlich und träge "Die Mädis vom Chantant, die nehmen die Liebe nicht so tragisch". Die Erkenntnis, der erschütterte Edwin und das verdutzte 'Mädi vom Chantant' Sylva versenken jetzt in der Erde, macht, dass man selber mit ihnen in der Tiefe verschwindet.
Ein Tiefgang, den wir dem musikdramatisch erfahrenen und engagierten Wilhelm Schüchter verdanken:


Will be continued/Wird fortgesetzt
Krijn de Lege,  22.6.2017

19.03.17

RUDOLF SCHOCK sings IMRE (EMMERICH) KÁLMÁN (is or will be continued)

Rudolf Schock sings Imre (Emmerich)Kálmán

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Rudolf Schock & Imre Kálmán:

Imre Kálmán & Franz Lehár bepaalden het gezicht van de Weense,
'z i l v e r e n' operette (L I N K: 'Rudolf Schock zingt Nico Dostal').
Rudolf Schock zong 40 jaar lang operettemelodieën van Franz Lehár en Imre Kálmán op de plaat, in films, op radio/tv en live tijdens concerten.

Al in 1947/48 verschijnt een 78-toerenplaat met bijna 10 minuten hoogtepunten uit Kálmáns 'Gräfin Mariza'.
Oda Troll, Lilli Schubert, Otto Falvay en de 32-jarige Rudolf Schock zingen.
Paul Hühn dirigeert koor en orkest van het Berlijnse 'Metropoltheater':



Tijdens Rudolf Schock's laatste 'Abend-in-Wien' concerten in Nederland (1985) zingt hij samen met Christina Deutekom en Marco Bakker ruim een kwartier muziek uit 'Die Csárdásfürstin' en 'Gräfin Mariza' van Imre Kálmán.
De 70-jarige Rudolf Schock gaat tot op de bodem van de dan nog resterende vocale mogelijkheden.
Zijn voordracht van Tassilo's opzwepende 'Komm Zigany' fascineert:
















Drie dagen voor Rudolf Schock's  plotselinge overlijden op 12 november 1986 sluit hij zijn allerlaatste koorconcert af met een operette-blokje.
Daarin zingt hij van Imre Kálmán 'Tanzen möcht' ich' uit de 'Csárdásfürstin' en 'Komm Zigany' uit 'Gräfin Mariza'.

Tussen 1948 en 1985 zingt Rudolf Schock op de grammofoonplaat vele malen muziek van Imre Kálmán in:
1953, 1954, 1956, 1958, 1962, 1965, 1966, 1967 en 1971.

In de bioscoop en op TV circuleren met Rudolf Schock v.a. 1958 de operette-verfilming van 'Gräfin Mariza' en Imre Kálmán's biopic 'Der Csárdáskönig'.

Op de Duitse radio zijn met Schock resp. v.a. 1953 & 1958  complete uitvoeringen van Kálmán's beroemdste operettes 'Die Csárdásfürstin' en 'Gräfin Mariza' te horen.
Op TV zendt het ZDF in 1968 een filmproduktie uit van Kálmán's 'Die Zirkusprinzessin' met Ingeborg Hallstein en Rudolf Schock.
Ook met Schock staan in datzelfde jaar Kálmán en Lehár centraal in de operette-show 'Auf ins Metropol'.
In 1978 wordt herinnerd aan het feit, dat Kálmán 25 jaar eerder overleed.
De titel van het grote operette-programma luidt: 'Ganz ohne UNGARN geht die Chose nicht! (Helemaal zonder Hongarije lukt het niet!)', wat wil zeggen, dat het operette-genre zonder de Hongaar Imre Kálmán ondenkbaar zou zijn geweest.  

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Rudolf Schock trad live nooit op in een theateruitvoering van een Kálmán-operette.
Wat het operette-genre betreft, was hij op het toneel alleen te zien in:
  • Lehár's 'Die lustige Witwe', 'Der Graf von Luxemburg', 'Das Land des Lächelns';
  • J. Strauss Jr's 'Der Zigeunerbaron'. 'Eine Nacht in Venedig', 'Die Fledermaus';
  • Berté's 'Das Dreimäderlhaus' (naar Schubert) in de jaren 70;
  • Ziehrer's 'Die Landstreicher' en Millöcker's 'Der Bettelstudent' in de jaren 30, Schock's beginnersjaren.
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Imre (Emmerich) Kálmán (1882 - 1953)







   






Imre Kálmán was werkelijk wereldberoemd.
Het is nog niet zo lang geleden, dat componisten als Johann Strauss jr, Franz Lehár, Imre Kálmán e.a. in de muzikale wereld een enorme status hadden.
Sinds de jaren 60 van de vorige eeuw bladderde die status af en raakte zij bekneld tussen aan de ene kant de sterk opkomende pop(ulaire) cultuur van de jongeren en aan de andere kant een zich naar binnen kerende elite, voor wie populariteit en serieuze kunst onverenigbaar waren
De populair-klassieke operette viel uit de tijd en wereldwijd werd haar plaats ingenomen door de musical comedy.
Kálmán's kwalitatief belangrijkste operettes waren in 1912 'Der Zigeunerprimas', in 1915 'Die Csárdásfürstin', in 1924 'Gräfin Mariza', in 1926 'Die Zirkusprinzessin' en in 1930 'Das Veilchen von Montmartre'.

Dominant in zijn werk is de Hongaarse puszta/zigeuner-folklore.
Hierin gingen Johann Strauss jr, Georg Jarno en Franz Lehár hem voor in resp. 'Der Zigeunerbaron' (1885), 'Die Försterchristl' (1907) en 'Zigeunerliebe' (1910).

Affiche voor de 'Zigeunerbaron' van Johann Strauss Jr.

































Maar Kálmán gaat verder dan zijn voorgangers!
Hij zet de ongebreidelde folklore van zijn zigeuners uitdagend af tegen de ingeperkte en aangeharkte standenmaatschappij. 
In een compositorisch perfect vuurwerk van zang en dans baant zich het vrije, ongebonden leven van de uitgestrekte Hongaarse steppe een weg naar buiten.  Daar appelleert het aan het menselijk verlangen naar een volledige vrijheid.

'De drie Zigeuners'
Schilderij van Alois Friedrich Schönn
1859































Ook in het circus en de Parijse kunstenaarswereld (de "bohème") meent Kálmán die mechanismen te zien, wat hem brengt tot het componeren van de 'Zirkusprinzessin' en het  'Viooltje van Montmartre'.

Uiterlijk gedraagt Imre Kálmán zich in het 'normale' leven verre van "ongebreideld", "uitdagend" en "ongebonden".
Hij is ernstig, bescheiden en lijkt soms een beetje triest.




















In de aanloop naar de 2e wereldoorlog doen de Nazi's een poging Imre Kálmán, die Joods is, voor Duitsland zo te positioneren, dat hij ongestoord verder zou kunnen componeren.
Maar Kálmán verhuist bijtijds naar Parijs.
Daarna reist hij door naar de VS (Californië), waar hij verschillende muzikale activiteiten met succes voortzet.
Na de oorlog vestigt hij zich uiteindelijk weer in Parijs, waar hij in 1953 overlijdt.

Kálmán's belangrijkste operettes:  

Der Zigeunerprimas (1912),
waarin een botsing van generaties:

Rácz Páli, vioolvirtuoos in een zigeunerkapel wordt oud.
Zijn zoon Láczi, een minstens zo virtuoos vioolsolist, dreigt hem te overvleugelen.
Aan het eind van de handeling beseft Páli, dat dit nu eenmaal de loop der dingen is....

De 'Zigeunerprimas' had groot succes in de VS en in Europa werd de operette alom bejubeld.

Maar lmán's 'Chárdásfürstin' was 3 jaar later zo'n sensatie, dat zij de 'Zigeunerprimas' voor altijd naar de achtergrond verwees.

De hier nauwelijks bekende Estlandse bariton GEORG OTS (1920-1975) zingt tijdens zijn laatste concert (1975) de Hongaarse versie van Páli's 'Mein alter Stradivari' uit 'Der Zigeunerprimas'  van Imre Kálmán:




Een 34-jarige JOSEF METTERNICH zingt hetzelfde lied op YouTube. In de oorspronkelijk Duitse tekst van Grünbaum & Wilhelm. Groots van stem, maar nog te jong om de wijze weemoed van Georg Ots te laten horen (LINK: Josef Metternich zingt 'Mein alter Stradivari' 1949).
De opname is van onderstaande CD, waarop Franz Marszalek de complete  'Zigeunerprimas' dirigeert. Behalve Josef Metternich is ook zijn vrouw Liselotte Losch soliste.
















Die Csárdásfürstin (1915),
waarin een botsing van standen:


Filmaffiche 1927































Zonder botsingen geen drama, komisch dan wel treurig.
Eerst komt het conflict en in het kielzog daarvan de inspiratie voor boek of toneelstuk, film of  opera/operette.

Een conflict tussen vertegenwoordigers van de adel en het "theater/cabaret/variété" zoals in 'Die Csárdásfürstin' zal nu als "niet meer van deze tijd" worden beschouwd. M.a.w.: deze operette zal nu worden gezien als "hopeloos verouderd". 


Ervan afgezien, dat conflicten tussen standen zeker niet de wereld uit zijn, gaat het echter niet om het soort conflict, maar om het feit, dat er een conflict bestaat
Conflictsituaties zijn er legio: tussen generaties, rassen, godsdiensten, landen, stammen, politieke partijen en ideologieën, maar ook tussen families, buren en afzonderlijke individuen. En dankzij al die conflicten is er een constante stroom aan meeslepend drama: 

De gevierde, Hongaarse zangeres Sylva Varescu en de voor haar te hoog geboren Edwin Ronald von und zu Lippert-Weylersheim koesteren een sterke, maar onmogelijke liefde voor elkaar.
Sylva is de ster van het 'Orpheum'-cabaret, dat tot Edwin's schrik onverwacht aan een langdurig tournee door de VS gaat beginnen.
In een wanhopige poging dat te verhinderen laat hij halsoverkop bij contract vastleggen, dat hij al binnen 8 weken met Sylva wil trouwen. 
De toekomstvisie van Edwin's vader is echter een totaal andere: zijn zoon zal gravin Anastasia ("Stasi") huwen en beslist niet die "juffrouw van het theater".
Edwin is opeens het beklagenswaardig middelpunt van een pijnlijk conflict...


Componist Imre Kálmán "vertaalt" het tekstboek van Leo Stein & Bela Jenbach met een stortvloed van meeslepende melodieën: nu eens bekoorlijk en bedekt ironisch, dan weer vurig en onverhuld erotisch.
Bv. in de 2e akte wordt in het 'Zwaluwenduet' door Edwin en gravin Stasi met door Kálmán ironisch bedoelde plechtigheid gefantaseerd over het samen bouwen van een nestje. Maar de gravin wijst er streng op, dat zij, "alleen als Edwin lief en braaf is", voor altijd bij hem blijft:

















Het grote duet - ook in de 2e akte - van Edwin en Sylva is totaal anders van karakter ("Weisst du es noch?"). Na een jubelend intro over "oneindige vreugde, broeierige blikken, zachte strelingen en de betoverende en tegelijk angstaanjagende zang en dans van zigeuners" zwelgen zij in de herinnering aan de "zoete roes, die hen ooit in extase bracht": operette, die niet voor opera onderdoet:











Vier opnamen van de 'Csárdásfürstin' met Rudolf Schock als Edwin:












1) 1953 (December):
Highlights uit een complete radio-uitvoering, die gewist zou zijn.
Op Membran/Documents Ordernr. 231709 zijn de fragmenten als bonus gekoppeld aan een complete radio-uitvoering van 'Die Zirkusprinzessin' onder dirigent Franz Marszalek met Franz Fehringer als Mr. X en Sári Barabás als Fedora. Het geluid van de CD's is passabel.

Wilhelm Stephan (1906-1994) dirigeert koor en orkest van de Nordwestdeutscher Rundfunk Hamburg (NDR).

Colette Lorand (1923) zingt Sylva Varescu
Anneliese Rothenberger (1924-2010) zingt Gravin Anastasia ("Stasi")
Rupert Glawitsch (1907-1981) zingt Graaf Boni
Josef Meinrad (1913-1996) speelt Feri von Kerekes, artistiek leider van het "Orpheum"-cabaret.


Josef Meinrad

















Josef Meinrad, de beroemde Oostenrijkse toneelacteur, is hier een vreemde eend in de bijt. Maar dat is voor hem geen enkel beletsel er zonder schroom op los te zingen in het duet met Glawitsch: "Alle sind wir Sünder/Die Mädis vom Chantant".
Voor liefhebbers van de 3 Sissy-films moet Josef Meinrad een goede bekende zijn: hij speelt daarin Oberst Böckl, adjudant van de keizerin.

Rupert Glawitsch
(geschilderd door Rüdiger Wintzen)




















Rupert Glawitsch was rond de oorlog in radio-uitzendingen uitermate populair als opera- en operettetenor. Ook trad hij veelvuldig op als liederenzanger. In zijn bijdragen aan deze opnamen spat het plezier er vanaf. Hartverwarmend is  het enthousiasme, waarmee het Hamburgs radiokoor hem aanvult.


Anneliese Rothenberger


















Anneliese Rothenberger is ideaal als gravin "Stasi". Ze is gezegend met een elegante, warme sopraanstem, die perfect past bij haar rol in deze operette. Het 'Zwaluwenduet' met Rudolf Schock krijgt een luxe (én integrale!) uitvoering. Op de Rothenberger-CD 'In mir klingt ein Lied' van Sonia (nr. 77036) klinkt deze opname overigens veel beter dan op Membran. 

Colette Lorand















Colette Lorand & Rudolf Schock zijn superieur als het centrale liefdespaar.
Eén opmerking: in Sylva's openingslied 'Heia, in den Bergen ist mein Heimatland' zingt de Zwitserse zangeres de eindlettergreep van enkele werkwoorden als "an" i.p.v. "en". Zo wordt het werkwoord lieben" tot "lieban", wat "daftig" in de oren klinkt. De oorzaak zijn echter Zwitserse taalinvloeden.


Rudolf Schock is in 1953 al geheel en al gepredestineerd voor Kálmán's meeslepende muziek!
Het grootse en ook compleet uitgevoerde duet 'Weisst du es noch" is een genot om te beluisteren. Gelukkig bestaat er hiervan ook een klanktechnisch mooiere versie en wel op de CD 'Rudolf Schock und seine Lieder' van Koch-Records (Nr. H 321 679).



2) 1954 (December):
Deze 20-minuten selectie in combinatie met die van 'Gräfin Mariza' is feitelijk de eerste, echte operette-studio-productie van Electrola met Schock ('Gräfin Mariza' uit 1947/1948 is een vrijwel onopgemerkt gebleven curiositeit).
In deze eeuw verschenen beide Kálmán-selecties gelukkig weer op CD (EMI 7243 5 75150 2 3). Het mono-geluid van de CD is prima.

Wilhelm Schüchter (1911-1974) dirigeert koor & Berliner Symphoniker

















Sári Barabás (1914-2012) zingt Sylva Varescu
Herta Staal (1930) zingt Gravin Anastasia ("Stasi")

Rupert Glawitsch zingt opnieuw Graf Boni















Wilhelm Stephan, dirigent van de complete 'Czárdásfürstin' uit 1953, Franz Marszalek en Werner Schmidt-Boelcke gelden als belangwekkende naoorlogse operette-specialisten.

Wilhelm Schüchter staat niet als zodanig bekend.
Hij was een "Kapellmeister", die internationaal vele concerten en opera's dirigeerde en de reputatie had "streng en strak" te zijn.
Rudolf Schock werkte graag met hem en Schüchter waarschijnlijk graag met Schock. 
Dit bracht hen samen in de opnamestudio's, waar Wilhelm Schüchter tot een vrijwel exclusief orkestraal begeleider werd van een tenor met een enorm gevarieerd muzikaal repertoire.
Op ELECTROLA dirigeerde Schüchter met Schock behalve opera opeens ook operette-fragmenten én populaire salon- en volksliederen ('Aus der Jugendzeit', Jöde's 'Rose-Marie', 'Alle Tage ist kein Sonntag', Winkler's 'Mütterlein', 'Caro mio ben' e.a.).
Na Rudolf Schock's overstap in 1962 naar EURODISC stopte de samenwerking tussen Schock en Schüchter niet. Er verschenen nog meer opera-opnamen en succesvolle liederen als 'Der Mond ist aufgegangen', 'So nimm denn meine Hände' en 'Dank sei Dir, Herr'.

Bij muziekrecensent Thomas Voigt las ik, dat Kálmán's echtgenote Vera (1907-1999) de Hongaarse sopraan Sári Barabás als "de beste Kálmán-zangeres ooit" beschouwde. 


Sári Barabás















Na het nog eens beluisteren van de EMI-opname kan ik Vera Kálmán alleen maar gelijk geven. Sári Barabás beweegt zich als een vis in het water door de fragmentjes Kálmán-partituur. Met een stem, die kristalhelder is en een temperament, dat niet over-the-top wordt uitgespeeld.
Rudolf Schock, m.i. overigens "de beste Kálmán-zanger ooit", is in de rol van de geplaagde, jonge Edwin opnieuw in zijn element.

Rupert Glawitsch voldoet ook aan alle verwachtingen, maar Herta Staal is als gravin "Stasi" niet te vergelijken met Anneliese Rothenberger.  Dat is logisch. Herta Staal was geen klassiek geschoold zangeres. Ze was filmactrice en had een klein, maar lief stemmetje. 


Let wel: het gaat in deze kleine selectie niet om het verhaal, maar om een boeket pakkende melodieën. Dat leidt ertoe, dat het - gehalveerde - "Zwaluwenduet" los van de rolverdeling wordt gezongen: Herta Staal zingt "Stasi ", maar haar zangpartner is Rupert Glawitsch.


Graag wijs ik op een muzikale edelsteen uit deze opname van nog geen 2 minuten (track 4 op bovengenoemde EMI-CD). 
Het orkest opent tragiek voorspellend. Edwin (Rudolf Schock) leest zijn overhaaste trouwbelofte voor, waarop Sylva (Sári Barabás) droevig antwoordt: "Das ist ja nicht möglich (Dat is toch niet mogelijk)". De laatste lettergreep "lich..." laat zij langzaam wegsterven. Het koor zingt dan indringend: "Die Mädis vom Chantant, die nehmen die Liebe nicht so tragisch". Het besef, dat de ontredderde Edwin en het verbijsterde "Mädi vom Chantant" Sylva door de grond gaan, maakt, dat je mét hen in de diepte verdwijnt.
Een diepgang, die ik toeschrijf aan de muziekdramatisch be- en gedreven Wilhelm Schüchter: 



(Will be continued/Wordt vervolgd!)

Krijn de Lege, 16.6.2017